Gesetzgebung ist im modernen Staat eine zentrale Staatsfunktion. Gesetze regeln unser Leben. Gute Gesetze können eine gerechte Sozialordnung fördern, schlechte verfehlen ihre Absichten, führen zu überflüssigen Kosten und erschweren es dem Bürger, sein Recht zu finden.
Die DGG setzt sich für eine Verbesserung der Rechtsetzung in Bund, Ländern und Gemeinden ein. Sie vereint Abgeordnete, Ministerialbeamte, Hochschullehrer, Rechtsanwälte, Mitarbeiter von Verbänden, Angehörige weiterer Berufsgruppen sowie solche Mitglieder, die aus staatsbürgerlichem Engagement an einer kritischen Überprüfung und konstruktiven Veränderung der Gesetzgebung interessiert sind.
Sich für bessere Gesetze einzusetzen, kann nicht allein Aufgabe der Juristen sein. Alle Wissenschaften müssen beteiligt sein. Und natürlich kann und sollte jedermann mittun, denn jeder ist Gesetzesadressat.
Den Aufruf zur Gründung der Gesellschaft (1987) haben über fünfzig bekannte Politiker, Beamte, Hochschullehrer unterzeichnet.
Die DGG erfüllt ihre Aufgaben, indem sie
- öffentliche Vortragsveranstaltungen zu aktuellen Themen durchführt (Europäische Gesetzgebung, Kosten der Gesetzgebung, Medien und Gesetzgebung, Gesetzesfolgenabschätzung u.s.w.;
- häufiger zum "Berliner Forum" einlädt. Hier wird im kleineren Kreis anhand konkreter Gesetzgebungsvorhaben oder Regelungsbedürfnisse überlegt, ob und wie diese von den gesetzgebenden Körperschaften in Angriff genommen werden sollen;
- im Gespräch mit staatlichen Stellen und gesellschaftlichen Gruppen (Deutscher Gewerkschaftsbund, Bundesverband der Deutschen Industrie, Bundesrechtsanwaltskammer usw.) festzustellen versucht, was man dort von einem "guten Gesetz" erwartet.
Die DGG veröffentlicht Ergebnisse ihrer Arbeit in der "Zeitschrift für Gesetzgebung". Vorstandsmitglieder sind an der Herausgabe der Schriftenreihe "Beiträge zum Parlamentsrecht" beteiligt. Die DGG arbeitet eng mit ihren Schwesterorganisationen in Österreich, Spanien, der Schweiz, Schweden usw. zusammen. Sie ergriff 1991 die Initiative zur Gründung der "European Association of Legislation" (EAL).
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